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Wie alles begann ...

Das FSG gibt es schon viele Jahrzehnte. So fing alles an:

Nach dem Zweiten Weltkrieg kennzeichneten viele Veränderungen die Lage in Schleswig- Holstein. Somit waren auch der Kreis Plön und Preetz davon betroffen. Durch den Zuzug von Flüchtlingen war die Einwohnerzahl von Preetz stark gestiegen. Damit war eine Voraussetzung für die
Entstehung einer neuen Schule in Preetz gegeben - allerdings auch nicht mehr
als das.

Dr. Kotte, erster Leiter des Gymnasialzweiges der VOS Preetz

Denn automatisch führte dies keineswegs zu der Gründung einer neuen Schule.
1946 konnte man vielfach hören, dass die Gymnasien in Eutin, Plön und Kiel für die Abiturienten aus Preetz ausreichten. Als nach dem Krieg der Unterricht wieder aufgenommen wurde, mussten weit über hundert Schüler täglich von Preetz nach Kiel oder Plön fahren, um die Oberschule besuchen zu können. Der Wunsch nach einer solchen Oberschule entsprang aus der Not jener Jahre, in denen viele gespürt hatten, wie es ist, nichts zu besitzen. Viele lebten in der Überzeugung, dass das Einzige und Unentbehrliche zum Überleben für sich selber und ihre Kinder die geistige Entfaltung sei. Die damals erscheinenden Aufrufe formulierten das so: Das einzig Bleibende für die lernbegierige Jugend sei „eine gute Schulbildung“.
Die ersten folgenreichen Worte über die Preetzer Oberschule fielen, soweit bekannt ist, Ende 1945. Nach einem Abendkonzert im Gemeindesaal der Kirche kam es zu einer Unterhaltung zwischen dem damaligen Bürgermeister Dr. Krug und dem damaligen Studienrat Dr. Protz. Dabei kam man auch auf die stark angewachsene Einwohnerzahl von Preetz zu sprechen, woraus Dr. Protz die Folgerung schloss, die Stadt sei groß
genug für ein eigenes Gymnasium.

Die Antwort des Bürgermeisters charakterisierte die damalige Lage: „Ich stelle Ihnen gerne den Apparat des Rathauses zur


Verfügung. Machen sie eine Bürgerversammlung und stellen sie die Meinung der Bevölkerung fest! Aber bedenken sie,
dass wir keinen Pfennig Geld haben!“ Nun wurden Besprechungen im Rathaus abgehalten, an denen die Herren Drenckhahn, Löptien, Dr. Protz, Schön und Warstatis teilnahmen. Daraufhin schrieb Dr. Protz den Etat seiner Schule, der staatlichen Oberschule Kiel-Wellingdorf, ab. Er rechnete so Folgendes aus: Wenn auch nur 200 Schüler aus Preetz monatlich das früher übliche Schulgeld von 25,- RM und dazu monatlich 10,- RM (Fahrtkosten nach Kiel oder Plön) zahlen würden, würde eine Schule in Preetz über so viele Mittel verfügen, wie es dem damaligen Wellingdorfer Etat entsprach. Noch im Januar 1946 schloss sich eine Anzahl Eltern zu dem „Schulverein der Oberschule Preetz in Holstein“ zusammen. Im Februar 1946 wandte sich der Städtische Kulturausschuss, dessen Vorsitzender der Bürgermeister war, mit einem Aufruf an die Bevölkerung. Der „Abteilung für höheres Schulwesen im Oberpräsidium“ berichtete Bürgermeister Dr. Krug, dass die Elternversammlung am 1. März 1946 überfüllt gewesen wäre. Auf die Eingabe vom 14. März lief die Antwort schon am 23.März mit der grundsätzlichen Genehmigung der „höheren Schule in Preetz“ ein. Noch im März 1946 rief der „vorläufige Vorstand“ des Schulvereins zu monatlichen Beiträgen und Spenden auf. Der Widerhall in der Bevölkerung war ermutigend. Am 11. Januar beschloss der Ratsausschuss der Stadt Preetz einstimmig einen Antrag auf die Errichtung einer Oberschule in Preetz zu stellen. Und das wurde dann aktenkundig. Am 31. März 1947 wurde bei der Landesregierung jener Antrag auf die umgehende Einrichtung einer staatlichen Oberschule in Preetz gestellt.
Tatsächlich erfüllte die Landesregierung dies umgehend. Noch im Mai desselben Jahres wurde in einem Erlass alles geregelt.
So wurde aus dem Willen der Bürger das Gymnasium in Preetz geschaffen:

Am 6. Juni 1947 wurde das Preetzer Gymnasium als Oberschule für Jungen und Mädchen im Aufbau mit anfangs fünf Klassen (zwei Sexten, zwei Quinten, eine Quarta) gegründet. Es war zunächst eine Außenstelle der Staatlichen Oberschule für Jungen

in Kiel-Wellingdorf und unterstand dem damaligen Direktor in Wellingdorf, Herrn Professor Dr. Müller. Sein verantwortlicher
Vertreter in Preetz war Herr Studienrat Dr. Kotte. Das erste Kollegium des Gymnasiums bestand aus nur sieben Lehrkräften: Herrn Frahm, Herrn Klohn, Frau Knoch, Herrn Dr. Protz, Frau Goebel, Frau Dr. Kelm, Herrn Dr. Kotte.Die fünf Klassen wurden im Gebäude der Mittelschule in Preetz, Kirchenstraße 31 (heute Pestalozzischule), unterrichtet. Die Lehrkräfte unterrichteten meist außer in Preetz auch in Kiel-Wellingdorf. Am 1.10.1948 wurde das Gymnasium Teil der neu geschaffenen „Volksoberschule Preetz“, also eine additive Gesamtschule mit vertikaler Gliederung. Zunächst standen an der Spitze die Leiter der drei Zweige in kollegialer Zusammenarbeit: Herr Rektor Löptien für den Hauptschulzweig, Herr Mittelschulrektor Muhs für den Realschulzweig und Herr Studienrat Dr. Kotte für den Gymnasialzweig. Am 15.11.1949 wurde Herr Oberstudiendirektor Dr. Pesch zum Leiter der gesamten VOS ernannt.
Am 27.09. 1950 wurde der Grundstein für den Neubau im Ihlsol gelegt und weniger als acht Monate später war der 1. Bauabschnitt fertiggestellt und der Gymnasialzweig konnte einziehen. Zur selben Zeit begannen die Bauarbeiten am 2. Bauabschnitt. Am 01.10 waren die Verwaltungs- und Klassenräume des 2. Bauabschnitts, am 30.03.1955 der ganze 2. Bauabschnitt offiziell fertig gestellt.
1959 begannen dann die Arbeiten an dem Unterrichtsgebäude für den Mittelzweig, die Sporthalle und eine Turnhalle, deren
Bauarbeiten jedoch erst im Frühjahr 1963 beendet werden konnten.
Von 1967 bis 1976 wurden insgesamt sechs Pavillions gebaut, die in den Jahren 1967, 1969, 1973 und 1976 bezogen wurden. Am 24.04. 1977 wurde der "Gelbe Elefant", der Fachraumtrakt mit Biologie-, Chemie-, Kunst-, und Physikräumen fertig gestellt, am 01.07. des gleichen Jahres wurde er offiziell übergeben. Im Juli 1979 begannen dann die Bauarbeiten für den Sportplatz,
der zusammen mit allen anderen im Bau befindlichen Sportanlagen am 28.09 1982 im Rahmen der Bundesjugendspiele
eingeweiht wurde.

Die Arbeiten an der neuen Sporthalle wurden im Mai 1984 begonnen und schon am 28.11. wurde das Richtfest gefeiert. Die Übergabe erfolgte am

11.12.1985, die offizielle Einweihung vier Monate später im Rahmen einer Feierstunde. Da die Pavillions sich als keine gute Dauerlösung herausstellten, bewilligte der Ausschuss am 03.10. einen Ersatzbau. Dieser, mit neun Klassenräumen, einer Bücherei, einem Computer-, und einem Leseraum ausgestattet, wurde im Februar 1989 bezogen, aber erst am 08.07. eingeweiht. Exakt sechs Jahre später erhielten die beiden Sporthallen ihre heutigen Namen. Mit dem Bau der Aula hatte bis 1997 wohl keiner mehr wirklich gerechnet; zu lange war einfach kein Geld da, Einschulungen, Verabschiedungen, Feiern und dergleichen fanden in den Sporthallen statt. Im Jahr 1959 wurde diskutiert, ob das Konzept der Volksoberschule weiterhin beibehalten oder die drei Zweige in eigenständige Gebäude umziehen sollten. Der Grund für diese Diskussion waren die riesigen Schhülerzahlen der VOS, die fast die 1200 erreichten. Als am 26.09.1960 die Trennung der Schulen beschlossene Sache war, wurden die Pläne zum Bau einer Aula zugunsten der jetzt nötigen Gebäude in den Hintergrund gerückt. 1984 mussten die meisten der alten Pavillons abgerissen werden, die Schule brauchte Erweiterungsbauten, die 1987 bewilligt wurden und auch eine Aula umfassen sollten, die jedoch durch zahlreiche Einwände von ebenso zahlreichen Seiten wieder ad acta gelegt wurden. Erst 1992 wurde dieses Projekt wieder ernsthaft angegangen. Im Herbst 1994 genehmigten die Kreisgremien den Bau einer mit neuen Klassenräumen gekoppelten Aula und bereits im Januar lagen die Pläne des Architekten vor. Bei einer Sitzung am 3. Dezember 1996 wurde jedoch zur Enttäuschung aller zwar der Bau der neuen Klassenräume bewilligt, die der Aula jedoch wegen Unfinanzierbarkeit ins nächste Jahrtausend verschoben. Am 20.02.1997 wurde jedoch endlich von SPD und CDU der Bau der Aula beschlossen.